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Beamer Kauftipp Schulen

 

An erster Stelle steht meist der Einsatz als "großer Computermonitor".

Ein Datenprojektor kann jedoch auch Video wiedergeben. Wenn das richtige Gerät eingesetzt wird, gelingt hier ein sehr guter Kompromiss.

Grundsätzlich sollte vor einem Kauf geklärt werden, ob der Schwerpunkt im Datenbereich oder aber im Videobereich liegt.

Die Helligkeit der Projektion ist ausschlaggebend für den Preis und die Tauglichkeit im Schulbetrieb. In einem "normalen" Klassenzimmer reicht eine Bildbreite von etwa 1,5 bis 2 Meter völlig aus. Eine Helligkeit von etwa 2000-2600 Ansi Lumen sollte hier angesetzt werden. Da das projizierte Bild, um einen zufriedenstellenden Kontrast zu erhalten, etwa minimal 2 fach bis ideal 4mal so hell als das Umgebungslicht sein soll, muss auch die Helligkeit des Beamers ausreichend hoch gewählt werden. Ein Rechenbeispiel:

Ee ergibt sich bei einer Bildbreite von 2Meter (4:3 Seitenverhältnis), 3 m² Bildfläche. Ein Projektor mit 2000 Ansi Lumen wirft auf diese Leinwand (mattweiß,Gain 1,0) Licht, das dann reflektiert, was einer Leuchtdichte von 666 lm/m² entspricht. Im Raum sollte, leicht abgedunkelt, ein viertel, zur Not 50% Raumhelligkeit vorherrschen, um von einer guten Projektion zu sprechen. (also 150 bis 350 Lumen)

Mit einer höherwertigen Leinwand (High Power Gain 2,8) kommt man natürlich auf höhere Leuchtdichten. Gegen "Sonne" kann kein Projektor "ankämpfen". Mit einer entsprechenden leichten Verdunkelung ist jedoch ausreichend getan, um ein brillantes Bild zu ermöglichen.

Kontrastverhältnis,

Der "Unterschied zwischen schwarz und weiß". Erstmal gilt: Je höher bder Wert, desto besser. Aber .... bitte nicht "übertreiben" ... Hier sollten Sie erstmal Prospektangaben sehr skeptisch gegenüberstehen. Angegebene Werte stimmen häufig einfach nicht.

Ob bei LCD Beamern oder bei DLP Beamern ... Dabei wird meist nicht "gelogen", sondern die jeweilige Messmethode und Exemplarstreuungen machen den "Unterschied" !
Grundsätzlich ist ein hoher (ehrlicher Wert) recht gut, aber nur (!!) wenn auf der anderen Seite die Gammakurve (Durchzeichnung) gleichmässig ist. Denn was nutzt ein extremer Kontrast (extrem hell und sehr "schwarz") wenn die Mitteltöne "nicht stimmen"? - Sehr häufig findet man auch "Full on off" .. Hier wird der Kontrastwert mit einem SCHWARZ WEISS Signal gepulst gemessen. Das ist die Extremvariante der bewusten oder unbewussten Messfehler! Die Farbkurven und die Gammakurve des Beamers wird aufgrund der Messung maximal "verbogen" so daß "schöne" (hohe) Kontrast Werte herauskommen. Wenn der Beamer jedoch normal justiert betrieben wird, sieht der Wert anders aus. (Niedriger)
Deshalb macht es schon Sinn auf einen ordentlichen Kontrastwert zu achten, da der reale , korrekt eingestellte Wert niedriger als im Datenblatt sein wird!

Zur Notwendigkeit/Sinnhaftigkeit ( im Schulbetrieb) dieses Wertes bitte ich folgendes Gedankenexperiment nachzuvollziehen:

Setzen Sie einen Beamer mit, sagen wir 3000 Ansi Lumen ein und ist die Leinwand 2Meter breit, (somit 1,50 hoch)= 3qm², so kommt an der Leinwand 3000 Lux/m² / 3 m² = 1000 Lux an. Bei einem "normalen" LCD-Beamer mit einem Kontrast von 500:1 heißt das, der Beamer stellt den "Zustand Schwarz" mit einer Intensität von 1000 Lux/500= 2 Lux dar.

Jetzt kann die weisse Leinwand ja "Dunkelheit" nur in dem Maße darstellen als Sie mindestens ebenso dunkel ist, (heißt das vorhandene Fremdlicht im Raum stört!).

Somit muß (mattweiße Leinwand mit Gain 1) im Raum ( korrekter: auf der Leinwand) eine Rest Helligkeit ohne Beamer, von weniger als diese 2 Lux sein.

Wenn Sie nun einen absolut dunklen Raum nehmen, --3-4 Kerzen aufstellen und eine "transluzente" Wand ( z.b. Butterbrotpapier) als "Ersatzmattscheibe" nehmen und in 1 Meter Entfernung aufstellen (von hinten betrachten, deshalb auch die 3-4 Kerzen statt der theoretischen 2 Stück :-) ) - so sollte die Raumhelligkeit diesen Wert aufweisen.

Für den Schulbetrieb ein sicherlich sehr theoretischer Wert, als Rest Raumhelligkeit (um Aufmerksamkeit der Schüler zu haben) sind sicherlich >> 20-100 Lux notwendig!

Gehen wir nun in den Bereich der DLP Beamer, so sinkt die Resthelligkeit um den Faktor 4 (statt 500:1 nun nur noch (theoretische) 2000:1 Resthelligkeit) ... .. Sie sehen , wie "unwichtig" dieser Messwert eigentlich ist! . Deshalb mein Ratschlag: Für den praktischen -Schul- Betrieb (wie gesagt nicht echtes Heim - KINO - feeling) ist die Kontrastangabe ein Mosaikstein, sollte jedoch nie kaufbestimmend sein!

Die verwendeten Lampen sollten keine Metalldampflampen sein, da diese extrem empfindlich sind und sehr schnell in der Helligkeit nachlassen. Moderne Lampen sind meist UHP oder NSH Lampen, die Standzeiten von 2000-4000Std. haben. Lassen Sie sich nicht vom günstigen Anschaffungspreis blenden. Fragen Sie nach Lempenlebensdauer, Garantie für die angegebenen Stunden und dem Preis. Beachten Sie, daß die Ersatzlampen bei Brennzeiten von 2000Std. bis 6000Std. (Epson) von 200€ bis 800€ kosten, unabhängig(!) von der Standzeit der Lampe . Epson hat hier eine tolle Lampe entwickelt: die E-Torl Lampe: Extrem hohe Lebensdauer, erschütterungsfest und die Lampe kann ohne Schaden zu nehmen, auch im Kurzbetrieb ( <10 minuten an und aus geschaltet werden! ). Behaupten zwar mehrere Hersteller, aber wenn deren Lampentechologie seit Jahren unverändert ist, ist es mehr eine Antwort deren Marketingabteilungen.

Lampengarantie:bei bestimmten Modellen : 3 Jahre VOLLE Lampengarantie.Grundsätzlich schonen Sie die Lampe, wenn sie das Gerät nicht so häufig ein und ausschalten, in kurzen Pausen eher durchlaufen lassen und während das Abkühlvorganges die Lampe keinen Erschütterungen aussetzen.(außer Etorl, die haben am Objektiv einen Schieber für genau diese kurzen Pauisen, wo die Lampe sekundenschnell aus und wieder eingescxhaltet wird..)

Das eingebaute Tonteil der Projektoren lässt grundsätzlich zu wünschen übrig. Ob die Geräte 1 Watt oder 10 Watt (auf dem Papier), teils sogar Stereotauglich (Anmerkung: aus einer punktförmigen Schallquelle Stereo zu erzielen... ohne Kommentar wie sinnvoll das ist) sind .. .allen gemeinsam ist eines: Es funktioniert nicht, die mit Elektronik vollgepackten Geräte haben schlicht und ergreifend keinen Platz für Lautsprecher, die eingesetzten Systeme finden Sie teils in Batterieradios für 15€ wieder . Sinnvoll ist hier der Einsatz eines aktiven PC Lautsprechersatzes, der für unter 50.- € schon sehr respektable Ergebnisse liefert. Dafür ist der Audio in/oudio out Anschluss des Beamers wichtig

Was die Wartung der Geräte betrifft, so müssen Sie außer dem Luftfilter eigentlich nichts "warten". Dieser wird meist mit der Lampe zusammen gewechselt. Auch der Service ist sehr wichtig. Was nützen die günstigsten Schulpreise bei der Anschaffung, wenn das Gerät im Defektfall keinen 3 Jahre vor ORT Service hat oder gar wochenlag in der Servicewerkstatt steht ?

Wichtiges Detail ist die Bedienbarkeit des Gerätes.Sinnvoll ist die Maussteuerung des angeschlossenen PC`s durch die Fernbedienung des Projektors, eine übersichtliche Menüführung (keine "unendlichen Untermenü`s"). Ein Laserpointer in der Fernbedienung ist da ebenso sinnvoll als auch die Maussteuerung des angeschlossenen PC`s über die Beamer- Remote - Control. (USB Kabel nötig)

Daß das Gerät dem Schuleinsatz gewachsen sein sollte (Robust,einfache Bedienung, Zubehör integriert ) versteht sich als Anforderung fast von selbst. Wichtiges Detail ist der eingebaute Betriebstundenzähler und natürlich der Auto-Mode, der automatisch den angeschlossenen Eingang erkennt und die optimale Abstimmung PC-Beamer vornimmt. Sehr nützlich auch die automatische Schägprojektionskorrektur: Die Schräglage wird erfasst und vollautomatisch korrigiert.(Autokeystone)

Schnittstellen

Sinnvolle Schnittstelle ist nach wie vor die VGA Schnittstelle. DVI und HDMI machen im Schuleinsatz nur Sinn, wenn entsprechende Zuspieler vorhanden sind. Dann jedoch sollte der Bemaer mindestens 1280 x 800 Auflösung aufweisen. Die LAN Schnittstelle: Lässt sch, wenn der Beamer stationär eingesetzt wird, als Diebstahlmelder verwenden: Anpingen des Beamers und im Diebstahlfall Meldung auf einem Handy, einem PC , einer Glocke (z.B. Crestron Roomview), USB Schnittstelle: nur im Sonderfall, wenn z.b. ein Visualizer über den Beamer angesteckt werden soll. VGA Ausgang: ja, sehr sinnvoll, wenn der Beamer auf dem Tisch dann den Lehrer Monitor speist, andernfalls: überflüssig. Videoeingang: hat jeder Beamer (Cinch) Audio in und out: nur wichtig bei stationärer Nutzung und beabsichtigten Aktiv Lautsprechern...

Das Format

4:3 oder 16:10 ? eigentlich immer noch 4:3 , also 1024 x 768 aber ... das neue Format ist 16:10. das schöne an 16:10 ist, daß das 4:3 format vollständig "hinenipasst" also ein 1280x 800 (16:10) beinhaltet 1024:768(4:3) komplett, kann also auch als 4:3 Beamer genutzt werden, sind noch alte Formatvorlagen im Einsatz. Wichtig ist, am Beamer die Format Taste auf der Fernbedienung zu drücken.

Diebstahlschutz

poppige Farben, gerne ROT oder Leuchtorange signalisieren "Schule" . auch Ethernet.. Wir empfehlen gegen geringen Aufpreis das unwiderruflich ( 2 Komponentenkleber) sichtbar aufgebrachte Gravierschild (Wir gravieren eine dünne Kunststoffplatte mit Alu oberfläche, Größe mit Ihnen abgestimmt mit dem Text ihrer Wahl "Eigentum der xyz- Schule"

 

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